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Timo
Timo kam am ersten Advent 2005 zu uns -
im Alter von 18 Monaten, unkastriert, als sogenannter Notfall. Die Vorbesitzer hatten
Timo zur Züchterin zurückgebracht, eine lobenswerte Tat, da sie dafür weit
aus dem Osten Deutschlands bis ganz in den Westen fahren mussten. Andere
hätten es sich wohl einfacher gemacht und Timo im nächsten Tierheim
abgegeben. Beschrieben wurde der Hund als schüchtern und zurückhaltend.
Nach wenigen Tagen war es aus mit der Zurückhaltung. Timo war weder
schüchtern noch zurückhaltend. Einfach nur stur, so stur, wie ein
Wolfshound nur sein kann. Immer wieder bockig, die Mutter musste
also eine Ziege, der Vater ein Esel gewesen sein. Und als unkastrierter
Rüde der "Halbstarke", wie er im Bilderbuch steht. Auf physischen Druck
(Ziehen an der Leine, Beseite schieben, zurückdrängen, etc.) reagiert er
genau mit dem Gegenteil, was er tun soll: er zieht - drückt - schiebt nur
noch stärker.
Inzischen ist Timo kastriert und hat sich prima eingelebt. Wenn man in
richtig anfasst, folgt er wie ein Schäferhund. Bei einem "Platz"-Kommando
lässt er sich regelrecht auf den Boden fallen - in einer Geschwindigkeit,
wie ich es noch bei keinem IW gesehen habe. Besser, man bringt seine
Füße vorher in Sicherheit. Hier haben seine Vorbesitzer sicher einiges an
Arbeit hineingesteckt.
So stur und dominant wie Timo auch sein mag, er hat auch seine guten
Seiten: er verträgt sich mit allen Hunden, ob groß oder klein, ob friedlich
oder aufrührerisch. Wenn wieder mal eine giftige Mischlingshündin im zeigen
will, wo es lang geht, dann sucht er das Weite ... die längeren Beine hat
er ja. Für Ann, unsere Kleine, ist der Größte - und lässt sich von Ihr
alles gefallen, sogar Kausachen direkt aus dem Mund klauen.
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